Pflegefall - im Alter ?

Veröffentlicht auf von Anneliese

Ihr seid die Pflegebedürftigen von morgen habt Ihr Euch schon mal Gedanken gemacht wie Ihr dann Leben wollt? Was ist für Euch wichtig  im Alter?
Wie stellt Ihr Euch das vor als Pflegebedürftiger in einem Pflegeheim zu Leben?
Welche Alternativen könntet Ihr Euch vorstellen



Ein Thema das alle angeht!!!!

Ich möchte auf keinen Fall 24/ Std. in einem Zimmer liegen und die Wand anschauen und das ganze ist dann nur durch die Versorgung, wenn eine Pflegekraft kommt unterbrochen. Oft bekomme ich zu hören ja die armen alten Menschen in den Pflegeheimen. Würden sich mehr Menschen Gedanken darüber machen was im Alter und bei Pflegebedürftigkeit mit ihnen passiert würde sich auch das Bild der Altenpflege in der Gesellschaft ändern.

Veröffentlicht in Altenpflege

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post

Laura Nino 12/12/2008 19:50

Seit 5 Monaten arbeite ich in einer altenpflegerischen Einrichtung im Rahmen eines Schülerpraktikums. Glücklicherweise habe ich noch teilweise die Zeit, mich näher mit den Senioren zu beschäftigen. Ich arbeite aber auch mit den Pfleger/innen zusammen und dadurch habe ich die Chance beide Seiten kennen zu lernen. Auf der einen Seite Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, aber selbstverständlich auf Zuwendung und Interesse hoffen. Auf der anderen Seite die Menschen, die Hilfe leisten. Die vielleicht auch gerne mehr Zuwendung und Interesse aufbringen würden, dafür aber viel zu viel zu tun haben, in Akkordarbeit einen nach dem anderen "fertig machen". Satt und sauber reicht nicht. Aber zufrieden und sauber, oder satt und zufrieden auch nicht. Wie soll die "Professionalität" die von Pflegenden erwartet wird, denn aussehen? Einerseits sollen alle sich "wie Zuhause" fühlen, andererseits aber soll alles professionel und qualitativ hochwertig sein. D.h. keine "Babysprache", keine "normale" Reaktion erlaubt. Wenn jemand stirbt macht man einfach weiter mit der Arbeit als sei nichts gewesen, wenn man mit Essen bespuckt wird lächelt man und bittet um Kooperation. Da ist keine kurze Pause oder Auszeit, Pflegende müssen funktionieren. Daher muss man sich vielleicht nicht unbedingt wundern, warum einige Gepflegte sich "abgefertigt" fühlen. Wenn man sich die Zeit nimmt jemanden kennen zu lernen, vielleicht auch lieb zu gewinnen, weiß man, dass diese Person wieder gehen wird, auf welche Weise auch immer. Dafür hat der MDK keine Vorgaben, es gibt keine Vorbereitung oder Beratung in der Ausbildung um sich damit auseinander zu setzen. Und wenn man falsch angeleitet wird, übernimmt man das falsche und führt es weiter. Ich bin der Meinung dass kein Mensch in einer pflegerischen Tätigkeit diese übernommen hat, weil er es mag Einlagen zu wechseln oder den Geruch von Stuhlgang so reizend findet. Wie viele Pflegende scheiden aus dem Beruf aus wegen Folgen körperlicher und psychischer Überbelastung? Wenn man über das Problem der Pflege spricht, muss man bei den Wurzeln anfangen, nicht bei den Spitzen.

Monika 03/08/2008 12:20

Ein Pflegefall im Alter zu sein ist eine schlimme Vorstellung für mich . Entmündigt zu sein und von anderen Menschen abhängig zu sein. In einem Pflegeheim im Bett dahin zu vegetieren nein das möchte ich nicht.