Begegnung mit anderen

Veröffentlicht auf von Anneliese

undefinedEine ganze Reihe von Menschen hat mir berichtet, daß sie irgendwann im Laufe ihres Sterbeerlebnisses – sei es gleich zu Beginn,sei es erst später, nachdem bereits andere Ereignisse stattgefunden hatten - die Gegenwart anderer spiritueller Wesen in ihrer Nähe wahrgenommen hätten. Diese Wesen seien offensichtlich gekommen, um ihnen den Übergang in den Tod zu erleichtern, oder aber um ihnen - wie in zwei Fällen geschehen - anzukündigen, daß die Zeit zu sterben für sie noch nicht gekommen sei, weshalb sie zu ihrem stofflichen Körper zurückkehren müßten. «Ich hatte dieses Erlebnis bei der Geburt meines Kindes. Es war eine überaus schwierige Entbindung, bei der ich sehr viel Blut verlor. Der Arzt gab mich schließlich auf und erklärte meinen Angehörigen, ich läge im Sterben. Ich war jedoch die ganze Zeit über hellwach, und genau in dem Augenblick, in dem ich ihn das sagen hörte, hatte ich das Gefühl, aus einer Ohnmacht heraufzukommen. Und da bemerkte ich auf einmal auch die ganzen Menschen, die da in hellen Scharen, wie mir schien, überall an der Zimmerdecke entlangschwebten. Es waren alles Leute, die ich in meinem früheren Leben gekannt hatte, die aber schon vor mir gestorben waren. Ich erblickte meine Großmutter und ein Mädchen, das ich aus
meiner Schulzeit kannte, und viele andere Verwandte und Freunde. Ich sah wohl hauptsächlich ihre Gesichter und spürte ihre Gegenwart. Sie machten alle einen fröhlichen Eindruck. Es war ein freudiges Zusammentreffen, und ich hatte das Gefühl, daß sie gekommen seien,um mich zu schützen und zu führen. Fast schien es so, als ob ich nach Hause gekommen wäre und sie mich nun begrüßen und willkommen heißen wollten. Die ganze Zeit über empfand ich alles als leicht und schön. Es war ein wunderbarer und herzerfreuender Augenblick.»
Ein Mann erinnert sich: «Mehrere Wochen, bevor ich beinahe gestorben wäre, war Bob, ein guter Freund von mir, ums Leben gekommen. In dem Augenblick, als ich nun meinen Körper verließ, hatte ich sofort das
Gefühl, daß Bob da war, daß er genau neben mir stand. Innerlich konnte ich ihn sehen, und ich spürte auch, daß er anwesend war - und doch war es merkwürdig. Ich sah ihn nicht in seinem normalen Körper. Ich erkannte ihn ganz deutlich, sein Äußeres und alles, nur eben nicht in seiner physischen Gestalt. Klingt das verständlich? Er war da, aber nicht in seinem stofflichen, sondern in einem irgendwie durchscheinenden Körper - ich konnte jeden Körperteil erahnen, Arme, Beine und so weiter - jedoch richtig plastisch vor mir sehen konnte ich ihn nicht. Damals hielt ich mich nicht weiter damit auf, wie seltsam das war. Ich fand es gar nicht notwendig, ihn jetzt unbedingt mit meinen Augen zu sehen - außerdem
hatte ich ja gar keine Augen mehr. Ich fragte ihn in einem fort: <Bob> Er antwortete jedoch nie, sagte niemals auch nur ein einziges Wort. Aber solange ich im Krankenhaus lag, war er oft bei mir, und ich fragte ihn dann jedesmal: <Was> - aber nie kam eine Antwort. Von dem Tag an, an dem die Ärzte erklärten, daß ich überleben würde, blieb Bob weg. Ich sah ihn danach nicht wieder, spürte auch seine Gegenwart nicht mehr. Es schien fast, als hätte er abgewartet, ob ich jene letzte Schranke denn auch tatsächlich überschreiten würde, bevor er mit mir sprechen und mir genau erklären wollte, was mit mir geschah.»

Artikel aus dem Buch Raymond A. Moody - Leben nach dem Tod - aus dem Amerikanischen von Lieselotte
Mietzner und Hermann Gieselbusch; Rowohlt
Verlag, Reinbek, 1977; 187 Seiten.


Veröffentlicht in Leben nach dem Tod

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