Früher Arbeitshaus - jetzt 1 Eurojob

Veröffentlicht auf von Anneliese

In früheren Zeiten wurden vor allem Zwangsmaßnahmen zur Armutsbekämpfung eingesetzt. Im Europa des 17. und 18. Jahrhunderts stand das Arbeitshaus im Zentrum der Armutsbekämpfung. Es herrschte die Auffassung vor, dass Armut- selbstverschuldet sei und durch Faulheit komme. Arbeitshäuser dienten der Abschreckung und Umerziehung. In Deutschland wurden Arbeitshäuser 1969 abgeschafft.

Das Arbeitshaus stellte eines der wesentlichen Merkmale armenpolitischer Bemühungen des 17. und 18. Jahrhunderts dar: Man schuf ein Versorgungshaus, in welchem von Armut betroffene Menschen Aufnahme finden sollten und holte sie gleichzeitig von der Straße. Nicht selten gehörten deshalb verwahrloste Waisenkinder zu den Insassen, manchmal auch geistig Behinderte. Gleichzeitig machte man sich das Arbeitspotential dieser Menschen zunutze, indem sie sich der manufakturellen Produktionsweise, die die Haupteinnahme des absolutistischen Staates bildete, zur Verfügung stellen mussten. Der Wandel vom herumziehenden Bettler zum wirtschaftlich verwendbaren Untertan sollte hierbei durch Methoden der Arbeitserziehung erreicht werden.

Ein-Euro-Jobs sind „Arbeitsgelegenheiten mit Mehraufwandsentschädigungfür Empfänger von Arbeitslosengeld II. Rechtsgrundlage ist aktuell vor allem der § 16 Abs. 3 SGB II. Sie sollen nach dem Willen des Gesetzgebers zusätzlich und im öffentlichen Interesse sein.

Bei einem Ein-Euro-Job entsteht kein reguläres Arbeitsverhältnis, auch dann nicht, wenn die Heranziehung zu den Arbeiten rechtswidrig war. Es wird kein Arbeitsentgelt oder Lohn, sondern zusätzlich zum Arbeitslosengeld II eine „Mehraufwandsentschädigung“ gezahlt, weil die dem Alg-II-Empfänger durch Ausübung einer Arbeitsgelegenheit zusätzlich entstehenden Aufwendungen in der Regelleistung nicht berücksichtigt sind.Die Höhe dieser „Mehraufwandsentschädigung“ (MAE) wird unter Rückgriff auf die langjährige Verwaltungspraxis zu § 19 BSHG (frühere Sozialhilfe) mit ungefähr 1,- Euro pro Stunde beziffert.

Es hat sich nicht viel geändert seid dem 17. Jahrhundert. Nur heute gibt es keine Armenhäuser sondern 1 Eurojob. Diese 1 Eurojobs ersetzen inzwischen  viele regulären Stellen auf dem Arbeitsmarkt. In den Armenhäuser bekamen sie  Unterkunft  und heute bekommen sie 1 Euro /Std

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Holzmichel 03/04/2008 20:36

Hast Du denn auch richig gewählt am Sonntag.
Mit dem Armenhaus stimme ich Dir auf jeden Fall zu.
Guten Abend und Servus
Richard

Anneliese 03/05/2008 12:07

Nein Richhard ich war nicht wählen ich gehöre also zu denen die aus Protest nicht wählen gehen. Wenn ich einmal eine Partei finden sollte die meiner Mewinung nach die richtige ist dann werde ich wählen gehen. Denn einfach ein Kreuz auf dem Wahlschein zu setzen halte ich für falsch.LG Anneliese