Die Lebensqualität eines Pflegebedürftigen

Veröffentlicht auf von Anneliese

Lebensqualität
Tja was ist eigentlich Lebensqualität? Diese Frage habe ich mir heute gestellt.
Warum?
Kommt heute ein Arzt um eine Bewohnerin zu untersuchen deren Allgemeinzustand sich sehr verschlechtert hatte. Der Arzt stellt mir die Frage ob die Bewohnerin bisher eine gute Lebensqualität hatte da er und die Betreuerin keine weitere medizinische Behandlung mehr durchführen wollen.
Demnach sollen nur noch palliative Maßnahmen durch geführt werden.
Doch was ist Lebensqualität? woran wird sie bemessen? Kann man denn einfach für einen anderen Menschen bestimmen ob dieser eine gute Lebensqualität hat? Die Bewohnerin kann ich dazu nicht fragen.
Was ist für Euch eine gute Lebensqualität?
Darf man eine Weiterbehandlung von der Lebensqualität abhängig machen?

Veröffentlicht in Altenpflege

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tasha 06/15/2008 12:59

ja leider gibt es nur noch sehr wenige ärzte, die sich gegen das gesundheitssystem zur wehr setzen. ich, resp. wir haben zum glück einen solchen. dazu gehört eine menge idealismus und der kann einem schon mal abhanden kommen, wenn man auch als arzt permanent mit schwerten gegen windmühlen kämpft :(

Anneliese 06/12/2008 22:36

Hallo tasha!
Ich denke eine Patientenverfügung wird sich in Zukunft von selber erledigen. Ein Beispiel:
Medikamente zu teuer für den alten Menschen? Neulich haben wir dem Arzt vorgeschlagen doch für eine Bewohnerin ein Medikament für ihre Magenbeschwerden zu verschreiben da sie sehr häufig erbricht. Da die Bewohnerin eine Pegsonde hat benötigt sie die etwas teueren Tabletten. Denn Kapseln lassen sich kaum über die Pegsonde verabreichen. Doch diese wurde vom Arzt mit der Begründung, dass diese Tabletten zu teuer wären abgelehnt.

tasha 06/11/2008 19:14

äusserst schwieriges thema! was lebensqualität ist, kann nur jeder für sich selbst entscheiden. das zu diktieren ist eine anmassung! noch schwieriger ist das ganze dann, wenn der betroffene sich nicht dazu äussern kann. wie handeln? heisst sich nicht äussern zu können, keine lebensqualität zu haben? ich denke nicht... so lange man leiden nicht unnötig verlängert, sollte man schon tun was möglich ist. wir alle sollten beizeiten über eine verfügung nachdenken, dann belasten wir unsere angehörigen nicht mit solch unangenehmen dingen. ich möchte das nicht entscheiden müssen, resp. ich musste es mal und das war so ziemlich die schwerste entscheidung meines lebens. ich habe nach patientenwillen entschieden, meine meinung dazu war eine komplett andere aber die zählte in dem moment eben nicht!