Behindert - keinen Segen Gottes

Veröffentlicht auf von Anneliese

Der italienische Bischof Lorenzo Chiarinelli hat einem seit seiner Querschnittslähmung impotenten Mann eine kirchliche Trauung verweigert. «Kein Bischof, kein Priester kann eine Hochzeit zelebrieren, wenn er weiss, dass eine Impotenz vorliegt, da dies ein Grund für eine Annullierung der Ehe sein kann», sagte der Sprecher des Bischofs dem italienischen Fernsehsender SkyTG24.
Impotenz gehört zu den Ehehindernissen göttlichen Rechts - daher ist auch kein Dispens möglich.


Was ist göttliches Recht? Ein Gott verbietet eine Ehe, weil ein Partner behindert ist. Entweder die Kirche versteht ihren eigenen guten Gott nicht oder der Gott der Christen ist ein grausamer Gott.!

Veröffentlicht in Religionen und Ihre Götter

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Healing Cross 10/17/2008 15:04

Und gerade das macht die Zweifelhaftigkeit dieser Sakramentsauffassung auf, dass Ehe nur gültig ist, wenn der Geschlechtsverkehr vollzogen werden kann.
Darin zeigt sich wieder einmal, dass die römisch-katholische Ehe- und Sexualethik Gefahr läuft, sich ins eigene Fleisch zu schneiden, wie dies in diesem Fall offensichtlich der Fall ist.

Winfried Schley 06/15/2008 18:23

Für die Katholische Kirche gilt die Ehe im religiösen Sinne als Sakrament, d.h. als äußeres Zeichen einer unsichtbaren Gnade. Hier bedeutet das, ein sichtbares Abbild der Liebe Gottes zu den Menschen zu sein.

Es sind die Eheleute, die sich dieses Sakrament spenden, nicht der Priester. Er ist bei einer kirchlichen Trauung nur stellvertretender Zeuge der Kirchengemeinde für ein Versprechen, dass die Eheleute einander öffentlich geben.

Zu diesen Abbild der Liebe Gottes gehört als letztes und tiefstes Zeichen die sexuelle Vereinigung. Wo sie nicht möglich ist, ist Ehe in diesem Verständnis nicht gegeben. Das Gleiche trifft auch auf homosexuelle oder lesbische Paare zu. Sie mögen sich lieben und ihre eigenen Formen der zärtlichen Zuwendung haben, sie mögen zusammenleben, vielleicht ein ganzes Leben lang, aber kirchlich getraut werden können sie nicht, weil dieses Sakramentenverständnis von Ehe bei ihrem Verhältnis nicht vorliegt.