Bei der Eröffnung des Wachsfigurenkabinetts Madame Tussauds in Berlin riss ein Besucher dem nachgebildeten Adolf Hitler den Kopf ab - aus Protest.
Als nicht ganz dicht im Kopf würd ich den Mann bezeichnen.
Das die Anwesenheit Hitlers (als Wachsfigur) minimal Kontrovers ist, kann man einsehen, aber wir sollten erwachsen genug im Kopf sein und den Hitler (als Wachsfigur) in einem Wachsfigurenkabinett
akzeptieren können, zumal es nicht nur Popstars und Sportikonen sind, die bei Tussauds in Wachs verkörpert werden. Wenn historische Personen aller coleur vorzufinden sind, warum sollte ein Hitler
nicht mit dabei sein? Genauso könnte man die Zeit als er an der Macht war, aus den Geschichtsbüchern streichen und versuchen ihn aus den Köpfen zu verbannen.
Wie beschränkt müssen die Herren und Damen, Politiker und Politikerinnen eigentlich sein, dass sie so einen Radau um eine lumpige Wachsfigur machen? Bei Tussauds in London, bei den Engländer, dem
vor über 60 Jahren erklärten Erzfeind Deutschlands, steht ein Wachshitler seit den 30ern. Stört es jemanden? Womöglich, aber er steht da noch immer! Warum sollte es nicht möglich sein, ihn in
Berlin einen Platz neben anderen in Wach gegossene Persönlichkeiten, die weissgott nicht nur gutes vollbracht haben, zuzugestehen? Es ist nur eine Wachsfigur, der tut niemandem mehr was!
von Anneliese
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veröffentlicht in: Dies und Das
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