Arbeitssituation von Pflegekräften

Veröffentlicht auf von Anneliese

Online-Befragung des DBfK zur Arbeitssituation von Pflegekräften
Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) hat eine bundesweite Online-Befragung von Pflegekräften begonnen. Damit sollen Zahlen und Fakten zur Arbeitssituation der Pflegekräfte in allen Einrichtungen des Gesundheitswesens gesammelt und ausgewertet werden.
"Der DBfK beobachtet den zunehmenden Pflegekollaps, nicht nur in den Kliniken, sondern auch in Heimen und der Ambulanten Pflege. Unzureichende Personalausstattung, Dauerstress, schlechte Bezahlung und Dumpinglöhne, physisch und psychisch krank machende Arbeitsbedingungen, steigende Patientenzahlen bei gleichzeitig sinkender Verweildauer, schlechtes Image der Pflegeberufe in allen Sektoren der pflegerischen Versorgung sind die wichtigsten Auslöser. Zahlreiche Untersuchungen belegen die Misere", so Johanna Knüppel, Sprecherin des DBfK. Nun sollen Fakten als Argumentationsgrundlage für die Forderungen nach politischem Handeln gesammelt werden.
Die Befragung ist anonym und findet nur über das Internet statt. Sie wird vom DBfK-Bundesverband im Auftrag der Agnes-Karll-Gesellschaft für Gesundheitsbildung und Pflegeforschung mbH durchgeführt.

 

Leider kann ich diese Aussage nur zustimmen ich arbeite in einem Pflegeheim. Wir haben 34 Bewohner auf der Station unter der Woche sind im Frühdienst meistens vier Pflegekräfte im Spätdienst sind es drei Pflegekräfte. Unsere Bewohner werden vom Pflegeaufwand immer aufwändiger wir haben viele Bewohner mit Pflegestufe drei. Einen Großteil der Bewohner können wir nur zu zweit mobilisieren, Hilfsmittel für Transfer haben wir so gut wie keine. Der Zeitaufwand ist dadurch erheblich und für unsere Gesundheit nicht gerade förderlich. Besonders schlimm finde ich die Situation am Wochenende drei Pflegekräfte für 34 Bewohner ist schon gefährliche Pflege dazu kommt noch die gesamte Hauswirtschaft, viel Zeit für die Pflege bleibt da nicht.
Tarifverträge werden im Pflegebereich zunehmend abgeschafft, diese werden durch Haustarife ersetzt was dann heißt das es weniger Geld an Ende des Monats gibt. Lange Schichten arbeiten am Stück mehr als sieben Tage, Schichtdienst früh spät nachts für gerade einmal 1100 € netto im Monat. Das alles ist Altenpflege!

Zum Fragebogen link

Veröffentlicht in Altenpflege

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