Kündigung wegen einer Bagatelle

Veröffentlicht auf von Anneliese

Eine Sekretärin hat eine Frikadelle vom Chef-Büfett gegessen und wurde daraufhin gefeuert.

Wegen sechs Maultaschen im Wert von knapp vier Euro verliert die Altenpflegerin fristlos ihren Job. Das Arbeitsgericht Radolfzell am Bodensee entschied, dass die Mitarbeiterin eines Seniorenheims wegen Diebstahls zu Recht entlassen worden ist.

Weil sie Pfandbons für 1,30 Euro einsteckte, feuert eine Supermarktkette in Berlin eine Kassiererin (50).

Gesetzeslage
Das unerlaubte Wegnehmen der Frikadelle vor oder nach dem Buffet ist ein Diebstahl/Unterschlagung und taugt deshalb auch bei nur geringem Wert als Grund für eine Kündigung. So sieht´s das Bundesarbeitsgericht.
Es ist aber weiter abzuwägen, ob die Kündigung, die ultima Ratio sein soll, angemessen ist.

Ich denke....
Die Unternehmen haben einen neuen Weg gefunden, sich von Mitarbeitern zu trennen.Auffällig ist meistens das Alter (über 50)  Eine normale Kündigung kostet Abfindungen, Rangelei mit dem Betriebsrat, etc.
Also wartet man auf eine geklaute Frikadelle, Brötchen oder vielleicht demnächst einen Kugelschreiber.

Es geht auch anderst bei uns wird das so gemacht: Wer beim Essen von Bewohneressen erwischt wird bekommt eine Abmahnung 3 Abmahnungen wegen der gleichen Sache = Kündigung

Liebe Leser was ist Euere Meinung zu diesen Fällen?

1.) Ja die Fristlose Kündigung muß sofort erfolgen
2.) Erst einmal Abmahnen und bei Wiederholung kündigen

Veröffentlicht in Gesellschaft

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Sandra 10/20/2009 14:40


Ich bin auf alle Fälle für eine Abmahnung!! Ich weiß was in Altenheimen an Essen weggeschmissen wird, mir tut da jedesmal das Herz weh!!! Ich würde mir eine andere Regelung wünschen z.B:
Übriggebliebenes Essen an Obdachlose verteilen etc....