Leben am Schlauch

Veröffentlicht auf von Anneliese

Für Schwerkranke und Sterbende ist eine Magensonde oft die wichtigste Verbindung zum Leben – für einige viel zu lange
Die Uhr zeigt zwei Minuten nach sechs. Wie immer. Irgendwann – Monate ist es her, vielleicht auch Jahre – sind die Zeiger über der Tür stehen geblieben. Und niemand hat sie wieder in Bewegung gesetzt. Ob es hell ist oder dunkel, ob die Stadt gerade erwacht oder die Menschen draußen in die Biergärten drängen: Im Zimmer 407 des Münchner Herz-Jesu-Stiftes ist die Zeit eingefroren.
»Martha«, unterbricht eine Stimme die Stille. »Martha, ist es Sommer oder Winter?« Aber Martha Neubert (alle Namen der Betroffenen sind im Text verändert) antwortet schon lange nicht mehr. Weder den Pflegerinnen, die sie morgens waschen und ihr abends einen neuen Urinbeutel ans Bett hängen, noch ihrer Schwester Ilse, die mit ihr die letzten gemeinsamen Quadratmeter teilt. Nur ein leises, rasselndes Atmen ertönt von ihrem Bett und das kaum hörbare Arbeiten der Magensonde. Ein Plastikschlauch verschwindet unter der Bettdecke in ihren Körper. Ihre wichtigste Verbindung zur Welt. Den ganzen Bericht hier lesen

Ein Bericht für Menschen die sich damit beschäftigen wie sie im Alter Leben wollen. Was passiert wenn ein Schlaganfall dazu führt das Du nicht mehr schlucken kannst das heißt das Du nicht mehr oral Essen und Trinken kannst.Wenn Du an Demenz erkrankst und nicht mehr selber Entscheiden kannst - was passiert dann mit Dir?
Möchtest Du dann verhungern und verdursten oder eine Peg haben?

Veröffentlicht in Altenpflege

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Lacuna 08/11/2010 23:17



Ich weiß, aber du hast gefragt. Und darüber geredet wird ja nur, weil wir langsam begreifen, dass in diesem Bereich die aktuellen Gesetze nicht mehr haltbar sind.



Anneliese 08/11/2010 22:42



Ich will eine Spritze? Das ist aber in unserer Gesellschaft leider nicht möglich



Lacuna 08/05/2010 23:41



Gruselige Zustände. Ich will eine Spritze.