Pro Bahn nennt Enkes Verhalten unverantwortlich

Veröffentlicht auf von Anneliese

Der Bundesvorsitzende des Fahrgastverbandes "Pro Bahn" hat mit großer Bestürzung, aber auch mit kritischen Tönen auf den Tod von Robert Enke reagiert. Selbstmorde an Bahnübergängen seien ein großes Problem in Deutschland.  Quelle:

Zunächst denkt man: ''Wie pietätlos ist dieser Herr?'' Aber dann wird einem schnell klar, dass er Recht hat, wenn er diesen prominenten Fall zum Anlass nimmt, die Menschen zum Nachdenken anzuregen.
Die betroffenen Lokführer und ihre Familien sind in gleicher Weise von solchen Unglücken betroffen wie die Angehörigen desjenigen, der sich selbst getötet hat.
Bei allem Mitgefühl für die Situation von Robert Enke und noch mehr seiner Familie darf dieser Aspekt nie vergessen werden.
Ich hoffe in diesem Sinn, dass der Appell von Herrn Naumann Wirkung zeigt.

Doch das bezweifle ich stark. Ein Mensch der in einer schweren Depression ist denkt nicht bez. kann nicht darüber nachdenken. Er fühlt sich in einem Kreis gefangen ohne Ausweg, ohne eine Möglichkeit diesen Kreis zu durchbrechen. Der kann keine anderen Gefühle mehr wahrnehmen.

Veröffentlicht in Tod und Sterben

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Holzmichel 11/11/2009 22:51


Also das ist auch ein Gesichtspunkt, den man überdenken sollte.
Aber.... vor einigen Jahren habe ich beim Ostbahnhof in der Bahnkantine mit Lokführern über dieses Thema gesprochen.
Also diese Lokführer sind auf solche Vorfälle vorbereitet. Sie müssen immer damit rechnen.
Ein Lokführer, ein Ossi, sagte mir sogar, ihm sei das vollkommen egal, er würde sogar noch Gas geben.
Ein Teil der betroffenen Lokführer lasse sich krankschreiben ein anderer Teil geht sofort wieder auf die Lok um zu fahren.

Bei Verkehrsunfällen im Strassenverkehr ist es ähnlich. Manche verzweifeln, andere wieder schlucken das alles weg.

Servus u. gute Nacht
Richard


Juergen 11/11/2009 22:45



Das oder in dieser Art wollte ich auch schon posten. Ich fahre selbst täglich in einem Regional-Express und es gab schon einige "Zwischenfälle" dieser Art. Der Lokomotivführer hat danach ne lange
Zeit damit zu knapsen, dass er einen Mensch überfahren hat. Ein guter Post!!!


 


LG Jürgen